Atemwegserkrankungen
Das Therapiegebiet der Atemwegserkrankungen hat bei Mepha/Teva großen Stellenwert. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen (Asthma bronchiale, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sowie cystischer Fibrose) bestmöglich zu unterstützen.

Asthma Bronchiale

Asthma ist eine häufige Krankheit. Weltweit leiden rund 300 Millionen Menschen an Asthma, allein in der Schweiz sind ungefähr jeder 14. Erwachsene und jedes 10. Kind davon betroffen. Asthma bronchiale – oft einfach nur Asthma genannt – ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege. Diese reagieren überempfindlich auf unterschiedliche Reize wie Staub, Pollen, Rauch, Anstrengung oder kalte Luft. Die Bronchialschleimhaut schwillt an und bewirkt eine vermehrte Schleimbildung. Weil die Atemwegsmuskulatur verkrampft, kommt es zu einer weiteren Verengung der Bronchien, was oft zu akuter Atemnot führt. Mit Hilfe einer medikamentösen Behandlung, die meist mittels inhalativ verabreichter Wirkstoffe erfolgt, kann die verkrampfte Muskulatur entspannt und die zugrunde liegende Entzündung dauerhaft behandelt werden. Um eine optimale Therapie gewährleisten zu können, ist eine gute umfassende Instruktion des Inhalationsgerätes und der Inhalationstechnik unumgänglich, denn gemäss Studien inhalieren 60 Prozent der Asthma-Patienten falsch. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Trockeninhalation und Feuchtinhalation.

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Allergisches Asthma

Die wohl bekanntesten Allergene sind Pflanzenpollen, die zu saisonbedingtem allergischem Asthma führen. Neben der Reizung der Bronchien geht die Erkrankung oft mit tränenden und juckenden Augen sowie einem Brennen oder Juckreiz im Nasenrachenraum und laufender oder verstopfter Nase einher synonym wird für diese Art des allergischen Asthmas oft der Begriff Heuschnupfen verwendet. Daneben können unter anderem auch Tierhaare, der Kot von Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen oder auch Haus- Mehl- und Holzstaub allergisches Asthma auslösen. 
Häufig leiden diese Patienten auch an Müdigkeit und Schlafstörungen. Therapiert wird die Erkrankung in der Regel mit so genannten Antihistaminika und je nach Dauer und Ausprägung der Symptomatik mit entzündungshemmenden und Bronchienerweiternden Inhalativa. Zudem besteht die Möglichkeit, sich einer Desensibilisierung zu unterziehen, welche im Idealfall zu einer Besserung bis hin zu  Symptomfreiheit führen kann.

Eosinophiles Asthma

In der Forschung hat sich gezeigt, dass bei Betroffenen, deren Asthma nicht ausreichend kontrolliert werden kann, oft eine hohe Anzahl von Eosinophilen im Blut festzustellen ist. Eosinophile sind Bestandteile des körpereigenen Immunsystems. 
Ist ihre Konzentration übermäßig hoch, werden vermehrt entzündliche Botenstoffe (Interleukine, kurz: IL) produziert, die in die Lunge einströmen und dort das Gewebe angreifen und zerstören können. Bei dieser Asthma-Erkrankung spricht man deshalb von eosinophilem Asthma. 
Mit modernen künstlich hergestellten Antikörpern, welche die IL binden und damit deren schädliche Wirkung blockieren, kann die Entzündung der Atemwege nachhaltig gestoppt werden. Insbesondere für die 10 bis 20 Prozent der Asthma Patienten, die auf die gängigen Therapiemöglichkeiten nur unzureichend ansprechen, ergibt sich mit den bereits heute zur Verfügung stehenden Antikörpertherapien gegen den Botenstoff IL-5 eine deutliche Steigerung der Symptomkontrolle und dadurch eine nachhaltige Verbesserung ihrer Lebensqualität. Nach ersten Studienergebnissen kann die Zahl schwerer Asthmaanfälle so um die Hälfte reduziert werden. Aber auch andere Botenstoffe stehen unter Verdacht, Auslöser für Asthma zu sein. Die Forschung beschäftigt sich daher derzeit intensiv mit der Entwicklung weiterer wirksamer Antikörpertherapien, die aller Voraussicht nach in naher Zukunft die Asthmatherapie noch effizienter und individueller behandelbar machen werden.

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Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

COPD ist die Abkürzung für den englischen Begriff chronic obstructive pulmonary disease, also auf Deutsch: chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Die Lungenkrankheit COPD ist eine chronische Krankheit, die durch eine zunehmende Verengung der Luftwege und oder Verminderung der Luftbläschen, gekennzeichnet ist und zur Zeit noch nicht heilbar ist. 
Obwohl die chronisch obstruktive Lungenerkrankung COPD als vierthäufigste Todesursache weltweit gilt, ist das öffentliche Bewusstsein für diese Atemwegserkrankung überraschend gering. Höchstwahrscheinlich leiden viele Menschen unter COPD – ohne, davon zu wissen bzw. ohne eindeutig gestellte Diagnose. Charakteristisch ist der schleichende Beginn mit Husten, Auswurf und Atemnot und der fortschreitende Verlauf, der meist nach dem 45. Lebensjahr auftritt und  oftmals lange unentdeckt bleibt. 
In der Schweiz sind schätzungsweise 400‘000 Menschen von dieser Erkrankung betroffen. 

Rauchen ist die Hauptursache der COPD

Die überwiegende Ursache der COPD ist das Rauchen von Tabak. Aber auch berufsbedingte Schadstoffbelastungen der Lunge sind eine mögliche Krankheitsursache. Obwohl die COPD nicht heilbar ist, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern. Für einen günstigen Krankheitsverlauf ist insbesondere die frühzeitige Diagnose, der Rauchstopp und Schadstoffvermeidung sowie eine adäquate  Therapie entscheidend. 

Mukoviszidose - auch cystische Fibrose genannt

 (englisch: cystic fibrosis, CF)

Mukoviszidose ist eine angeborene, vererbte, hochkomplexe Stoffwechselkrankheit. In der Schweiz leben ungefähr 1‘000 Menschen, welche von dieser chronisch fortschreitend verlaufenden unheilbaren Krankheit betroffen sind. In der Bezeichnung „Mukoviszidose“ stecken die beiden lateinischen Begriffe mucus (Schleim) und viscidus (zäh), und das beschreibt das Grundproblem der Erkrankung sehr gut: Da bei Mukoviszidose bestimmte Gene verändert sind, bilden verschiedene Organe sehr zähen Schleim bzw. Körpersekrete. Dies kann zu unterschiedlichen Beschwerden führen, vor allem zu Atemproblemen. Weil dickflüssiger Schleim die Bronchien verstopft, leiden die Betroffenen häufig an Husten, Lungenentzündung oder Bronchitis. Auch die Verdauungsfunktion kann gestört und die Fruchtbarkeit eingeschränkt sein. Heilbar ist die Erkrankung bis heute nicht. 
Die gute Nachricht ist, dass sich die symptomatische Therapie in den letzten Jahren deutlich verbessert hat. Dies wirkt sich positiv auf die Lebensqualität von Mukoviszidose-Patienten aus und hat dazu geführt, dass ihre Lebenserwartung deutlich angestiegen ist.
Inhalieren: Bei Mukoviszidose unverzichtbar

Die Inhalationstherapie spielt bei Mukoviszidose eine entscheidende Rolle, sie muss mehrmals täglich durchgeführt und fest in den Tagesablauf integriert werden. Sie dient sowohl dazu, festen Schleim zu verflüssigen, um damit das Abhusten zu erleichtern als auch dazu, wirksame Medikamente direkt in die Atemwege zu bringen. Viele Mukoviszidose- Patienten inhalieren verschiedene Substanzen (Kochsalz, schleimlösende Mittel, Antibiotika u. a.), wobei es wichtig ist auf die richtige Reihenfolge zu achten. 
Es gibt verschiedene Inhalationsgeräte (Inhalatoren), die in den letzten Jahren immer mehr verbessert wurden. Damit inhalative Medikamente in die gewünschten Bereiche der Atemwege gelangen können, müssen die Atmung während des Inhalierens („Atemmanöver“), Gerät und Medikament optimal aufeinander abgestimmt sein. Die richtige Atemtechnik lernt der Patient beim Arzt und in der Physiotherapie. Es ist wichtig, die Technik von Zeit zu Zeit vom Therapeuten oder dem Arzt überprüfen zu lassen, damit sich keine Fehler oder Nachlässigkeiten einschleichen

Weitere Informationen finden Sie unter 
Schweizerische Gesellschaft für Cystische Fibrose (CFCH)